Skip to content

Videoüberwachung: Ein Spaziergang durch Frankfurts überwachte Mitte am Samstag, 14. Juni 2014 ab 14.00 Uhr (Treffpunkt: Konstablerwache, vor dem Café Nachtleben, Ecke Konrad-Adenauer-Straße)

by - 4. Juni 2014

IMG_bbb0001

Hunderte von Videokameras überwachen den öffentlichen Straßenraum in Frankfurt. Insbesondere FußgängerInnen und FahrradfahrerInnen sind schutzlos der Beobachtung ausgeliefert, wenn sie sich auf öffentlichen Verkehrsflächen und in Straßenbahnen, S- und U-Bahnen bewegen. Wie dicht das Netz der Überwachung ist, wird sinnlich erfahrbar bei einem

IMG_ccc0001
Samstag, 14. Juni 2014 ab 14.00 Uhr – Treffpunkt: Konstablerwache (vor dem Café Nachtleben, Ecke Konrad-Adenauer-Straße).

Der Spaziergang führt über Hauptwache und Goethestraße zum Opernplatz und endet am Eingang zum Riothschildpark an der Bockenheimert Landstraße.

Neben dem Blick auf die Kameras im öffentlichen Straßenraum werden Informationen vermittelt zu fünf Themenkomplexen der allgegenwärtigen Videoüberwachung:

  • Technologisch – Welche Kamerasysteme gibt es und was passiert hinter der Kamera?
  • Praktisch – Wo wird der sogenannte Videoschutz von wem eingesetzt?
  • Politisch – Wo liegen Chancen und Risiken?
  • Juristisch – Welche gesetzlichen Regelungen gelten? Welche Schwierigkeiten sind damit verbunden?
  • Kriminologisch – Wie wirkt Videoüberwachung im Bereich der Prävention und Strafverfolgung?

 

Eines ist sicher: Viele der Videoüberwachungsmaßnahmen im öffentlichen Straßenraum müssen nach geltender Rechtslage nicht hingenommen werden. Deshalb schließt der Spaziergang Hinweise zur Kunst der Gegenwehr ein.

Die Veranstalter des Spaziergangs sind dieDatenschützer Rhein-Main und FIfF-Regionalgruppe Rhein-Main.

Bürgerrechtsgruppen aus mehreren Staaten Europas haben den 8. Juni zum internationalen Aktionstag gegen Videoüberwachung erklärt. Der Spaziergang ist Teil dieser Aktivitäten.

Am 8. Juni 1949 wurde der von George Orwell verfasste Roman 1984 erstmals publiziert. Orwell hatte die Gabe, sehr frühzeitig ein Phänomen herauszukristallisieren und in Form eines Romans zu beschreiben, das bis dahin weder die politische, die literarische oder die wissenschaftliche Diskussion bestimmte: Herrschaftssicherung durch Informationstechnik. Seine Botschaft ist ein flammendes Bekenntnis zur individuellen Freiheit, nicht nur die Freiheit von materiellen Zwängen, sondern vor allem und auch die Freiheit unbeobachtet zu denken, zu fühlen und zu leben. Mit analytischer Schärfe beschrieb er in 1984 ein technisches Überwachungs-instrumentarium. Der von ihm „Televisor“ genannte Überwachungsapparat ist zu vergleichen mit der auch in Deutschland immer allgegenwärtigeren Videoüberwachung.

Advertisements
3 Kommentare
  1. Werner Platzger permalink

    Ich finde Kameras in U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen gut. Bei einem Angriff auf einen kräftigen Mann, der sich normal verhalten hat von drei Jugendlichen standen drei Aussagen gegen zwei und es kam nicht zu einer Verurteilung. Der Mann lebt seitdem mit einer Behinderung.

    Ein klares JA für Videoüberwachung !

    Es kann überhaupt nicht ausgewertet werden, was da an Mengen an Daten anfällt und die Daten werden erst ausgewertet, wenn man sie benötigt, wegen Vandalismus oder Gewaltverbrechen.

    Ich bin der Meinung, hier muß das Recht auf das eigene Bild zurücktreten für das Allgemeinwohl.
    Zudem es nur ein Admin ansehen wird und nicht öffentlich abgespielt wird.

  2. Alle Aktionen und Artikel zur Videoüberwachung beschränken sich auf den Aspekt, dass >Private Stellen< unberechtigt den öffentlichen Raum – Bürgersteige Plätze und Straßen – mit im Blickwinkel haben. Bisher haben wir – dieDatenschützer Rhein/ Main – uns mit der Innen-Überwachung von Räumen oder Verkehrsmitteln nicht auseinandergesetzt.
    Private haben aber gerade keine Verantwortung bezüglich der öffentlichen Sicherheit. Daher wenden wir uns gegen diesen Beobachtungs-Übergriff.
    Niemand kann pauschal für oder gegen Videoüberwachung sein – vielnehr kommt es auf den Einsatzzweck und den rechtmäßigen Umgang mit den erlangten Aufzeichnungen an.
    Ausserdem: Studien haben gezeigt, dass Gewalt-Straftaten durch Videoüberwachung gerade nicht zurückgegangen sind. Es sind andere Arten polizeilichen Handelns hier gefordert.

    von Roland Schäfer

  3. Schütze hat an und für sich schon Recht.
    Dennoch bin ich für die öffentliche Videoüberwachung, der Sicherheit halber!
    Private Videoüberwachung geht hingaegen zu weit.

    Gruß Tim

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: