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Hunderttausende besitzen noch keine elektronische Gesundheitskarte

by - 2. April 2014

Das berichtet SPIEGEL ONLINE am 31.03.2014. Zitat: „Bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), der Barmer GEK und der DAK sind derzeit jeweils zwischen drei und vier Prozent der Versicherten noch ohne elektronische Gesundheitskarte, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur AFP ergab. Allein bei der Barmer GEK betrifft dies 348.000 Versicherte, bei der AOK handelt es sich um rund 960.000 Versicherte… Laut einer früheren Umfrage des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) besaßen Mitte Februar immer noch weit mehr als zwei Millionen Versicherte keine neue Karte.“

Der GKV-Spitzenverband hat laut SPIEGEL ONLINE zielsicher lediglich etwa 120.000 Versicherte als „aktive Lichtbildverweigerer“ identifiziert. Wie diese Zahl zustande gekommen ist, wird von der GKV leider nicht erläutert. Es wird laut SPIEGEL ONLINE lediglich lapidar erklärt, alle anderen hätten „die alte Versichertenkarte zumeist noch nicht getauscht, weil sie dies bis dahin versäumt hatten oder ihnen die Umstellung noch immer nicht klar war.“

Egal, ob es 120.000 oder 2.000.000 Versicherte sind, die sich nach wie vor der eGk verweigern: Den GegnerInnen der eGk sollte die Nachricht Mut machen. Sie sind nicht alleine in ihrem Widerstand!

Der Bericht in SPIEGEL ONLINE ist hier im Wortlaut nachlesbar: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/elektronische-gesundheitskarte-hunderttausende-noch-ohne-a-961760.html.

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15 Kommentare
  1. „… oder ihnen die Umstellung noch immer nicht klar war.“ Ist ja klar, dass dem GKV-Spitzenverband (offiziell) selbst noch immer nicht klar zu sein scheint, aus welchen tatsächlichen Gründen denkende Menschen diese eGK einfach ablehnen. Der Umstand, dass diese „bösen“ eGK Verweigerer als „aktive Lichtrbildverweigerer“ classifiziert werden, macht einmal mehr als deutlich, dass es den eGK Befürwortern getreu dem Motto der drei asiatischehnAffen gar nicht in den Sinn zu kommen scheint, welche eigentlichen Problematiken mit der eGK geschaffen werden und bestehen …

  2. Ich hab auch noch keine. Will auch keine.

  3. 18Millionen E-Mail Passwörter gestohlen, aber die Daten via eGK sind ja sooooooo sicher …..
    http://www.tagesspiegel.de/medien/digitale-welt/datendiebstahl-18-millionen-e-mail-passwoerter-gestohlen/9712854.html

  4. Mona permalink

    Hier ist eine Datenschutzverfügung für Patienten, von Fr.Dr.Lüder, herausgegeben, die man, wenn man schon eine eGK hat, unterschrieben immer zum behandelnden Arzt mitnehmen soll.

    Datenschutzverfügung für Patienten:
    Hiermit nehme ich mein Grundrecht auf informationelle
    Selbstbestimmung wahr. Ich widerspreche der geplanten
    Speicherung von Gesundheitsdaten in zentralen
    Großcomputern außerhalb von Arztpraxen oder
    Krankenhäusern.
    Ich bitte Sie, meine medizinischen Daten außer zur
    Abrechnung nur zum Zwecke meiner Behandlung an einen
    anderen Arzt/ Ärztin bzw. ein Krankenhaus weiterzuleiten.
    Jede anderweitige Verwendung sehe ich als Verletzung der
    ärztlichen Schweigepflicht an.
    Name, Anschrift, Unterschrift, Datum

  5. Habe ich eigentlich was zu befürchten, wenn ich die eGK komplett verweigere, also nicht nur ein Lichtbild? Aktuell wird mein Ersuchen vom Verweigerer Ausschuß der TK geprüft…

  6. Mona permalink

    Hallo, Na, bitte schicken Sie Ihre Frage doch am besten an Gabi Thiess von „stoppt-die-e-card.de“,die kann Ihnen bestimmt weiterhelfen. E-Mail: shg-fibro@gmx.de

  7. Außer von KK zu KK unterschiedlich schikanösem Verhalten hinsichtlich der Ausstellung von Mitgliedsbescheinigungen resp. des papiergebundenen Anspruchsnachweises gem. §19 Abs.3 des BMV-Ä (manche KK stellen nur einmalig, andere wiederum quartalsweise oder bis auf weiteres aus) brauchen Sie eigentlich nichts zu befürchten, denn lt.§291 (a) gibt es rechtlich (noch?) keine Sanktionen für Foto – resp. eGK – Verweigerer. Solange Sie aufgrund Ihrer gezahlten Sozialbeiträge Mitglied einer KK sind, haben Sie definitiv Ihren Krankenversicherungsschutz. Es besteht ein Versicherungsverhältnis resp. Vertragsverhältnis zwischen Ihnen und Ihrer KK. Pacta sunt servanda = Verträge sind zu erfüllen! Siehe auch hier: . http://www.stoppt-die-e-card.de/index.php?/archives/194-Gehoert-das-Ein senden-eines-Passbildes-zu-den-gesetzlich-definierten-Mitwirkungspflichten-der-Versicherten-Ein-juristischer-Kommentar.html

  8. Mona permalink

    Ein Link, der besagt, wie es auch bei uns mit der eGK weiter gehen wird:
    http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-04/big-data-gesundheitswesen-nhs?commentstart=9#cid-3536250

  9. Lange hatte sich das Krümelmonster mit Erfolg gegen die eGK gewehrt – es hat ihm nichts genutzt:
    https://pbs.twimg.com/media/BksChxpIUAAJka7.jpg:large
    Davon einmal mehr abgesehen, wie bedeutungslos und fragwürdig dieser Fotoaspekt sich unter dem angeblichen Sicherheits – und Mißbrauchsgebahren seitens betreffender Pressure – Groups darstellt (s. dazu auch das KBV – Rechtsgutachten vom 30.07.2013 „Die elektronische Gesundheitskarte als Identitätsnachweis“), erscheint u.a. die Frage relevant, ob es der Gematik mittlerweile gelungen ist, die resp. ihre eGK beim BSI gem. ISO/IEC 15408 zertifizieren zu lassen. Wie es wohl aussieht, ist es der Gematik wohl noch immer nicht gelungen, die eGK gem. den internationalen Kriterien für Informations – und Sicherheitssysteme beim BSI zu zertifizieren.
    http://www.kompass-sicherheitsstandards.de/43836.aspx

  10. Henry permalink

    Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Versicherten mit einer eGK die Karte an ihre KK zurücksenden. Den meisten Menschen, mit denen ich über die zentrale Speicherung ihrer Patietendaten spreche, sind darüber erst einmal erschrocken und überhaupt nicht angetan. Die KK gehen davon aus, dass die Zahl der eGK-Verweigerer mit der Zeit stetig abnimmt. Eine Zunahme (!) der Menschen ohne eGK könnte das Projekt entgleisen.

  11. Mona permalink

    27.05.2014 07:41
    Experte: Gesundheits-IT ist unsicher

    Fred Trotter von Open Source Health erwartet, dass es in absehbarer Zeit bei digitalen Patientenakten zu größeren Leaks kommt. Bei Sicherheitslücken in Gesundheits-IT-Systemen sei ein dynamisches Reagieren wie bei Heartbleed eher schwer.

    Bislang kam es im Bereich digital vernetzter Gesundheitssysteme zwar immer wieder zu einzelnen Sicherheitsproblemen und Leaks, der GAU in der Gesundheits-IT blieb bislang aber aus. Das könnte sich demnächst ändern fürchtet Fred Trotter, Chief Operating Officer beim Online-Gesundheitsdienstleister Open Source Health und Gründer des Patientendatenüberwachers Careset, in einem Gastbeitrag in der Online-Ausgabe von Technology Review.

    „Attacken auf IT-Systeme von Gesundheitsanbietern sind besonders problematisch, weil mittlerweile so viele persönliche Daten in den elektronischen Patientenakten stecken. Bei Angriffen auf solche Systeme erhalten Kriminelle nicht nur Kontaktdaten und oft auch Finanzinformationen, sondern Details zum Gesundheitszustand ihrer Opfer, die eigentlich nie an Fremde gelangen dürften“, schreibt Trotter.

    Die Heartbleed-Lücke, die in der weitläufig verwendeten Web-Verschlüsselungssoftware OpenSSL steckte, habe zwar Bewegung in die IT-Security-Branche gebracht. „Experten legten Überstunden ein, um das Problem möglichst schnell zu lösen“. Bei Sicherheitslücken in Gesundheits-IT-Systeme sei ein solch dynamisches Reagieren dagegen eher schwer, meint Trotter, denn die verwendete Technik sei erstaunlich rückständig. „Die Hersteller würden es meiner Erfahrung nach schlicht nicht schaffen, Gefahren wie Heartbleed zeitnah zu begegnen.“

    Der Experte zitiert dafür auch Belege. „Beispielsweise entdeckte der Gesundheits-IT-Experte Josh Mandel bereits am 4. April ein schwerwiegendes Problem in einem Stück Standardsoftware, das von vielen Anbietern solcher Systeme mitgenutzt wird.“ Mandel gab den Fehler an die Hersteller weiter, doch nur einige reagierten angemessen. „Weniger als 10 Prozent der von dem Experten kontaktierten Firmen verfügten über gut funktionierende interne Routinen für solche Fälle

  12. Mona permalink

    Ärzte Zeitung online, 30.05.2014

    Ärztetag-Splitter
    Kontroverse um E-Card
    Der 117. Ärztetag ist am Freitag zur letzten Sitzung zusammengekommen. Ein Thema ist die Kontroverse um die E-Card und Telematik.
    12:25 Uhr. Nach mehr als zweistündiger, zum Teil heftiger Diskussion zum Thema Telematik hat der Ärztetag einen Antrag des Vorstands angenommen. Kernbotschaft: Eine Telematikinfrastruktur, die auf Zwang setzt, werde keinen Erfolg haben.
    Sie müsse vielmehr so angelegt sein, dass sie jeder Patient, Arzt oder auch jedes Ärztenetz nutzen kann — aber nicht nutzen muss. Kein Arzt kann gezwungen werden, sich mit seinem Praxis-PC direkt an die Telematikinfrastruktur anzubinden.
    10:41 Uhr. Der Ärztetag diskutiert, wie schon so oft, kontrovers über die Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen; „Ziel ist eine direkte Vernetzung zwischen Ärzten, es gibt keinen zentralen Server!“, „Die Daten sind sicher? Das nehmen mir meine Patienten nicht ab?“, „Mit Daten wird schlampig umgegangen!“
    Für alle Mitstreiter zur Info!!

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