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eGk: IT-Lobby im Clinch mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

by - 30. Januar 2014

„Die Online-Tests der eGK werfen ihre Schatten voraus. Die Industrie warnt im Chor vor einer in Sachen IT-Lösungen für die Arztpraxis zu engagierten KBV (Kassenärztlichen Bundesvereinigung). Dies ist dem IT-Industrie-affinen Informationsdienst E-HEALTH-COM (http://www.e-health-com.eu/startseite/) zu entnehmen. Der Infodienst informiert über zwei Briefe, die der bvitg (Bundesverband Gesundheits-IT – http://www.bvitg.de/verband.html) als auch der BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. – http://www.bitkom.org/) in den letzten Wochen an das Bundesgesundheitsministerium geschickt haben.

Die Schreiben der Lobbyisten an Bundesgesundheitsminister Gröhe sind auf den Lobby-Homepages nicht veröffentlicht, der BITKOM hat aber parallel zu seinem Schreiben an Gröhe eine Pressemitteilung veröffentlicht (http://www.bitkom.org/de/presse/8477_78368.aspx). Daraus wird erkennbar, dass die IT-Industrie in der Positionierung der KBV in Sachen eGk ihre Pfründe (sprich: Gewinnerwartungen) angegriffen sieht.

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3 Kommentare
  1. das ist für manchen Laien bestimmt nur verwirrend geschildert…bitte allgemein verständlich schildern…mit den Hauptsächlichkeiten für Normalos !!! …ansonsten wird aus Verweigerern sehr schnell ein zähneknirschender Akzeptierer, denn das wird vielfach zu kompliziert und langes Sitzfleisch hat bald keiner mehr…

  2. Vielen Dank für diese Meldung, die erneut mehr als deutlich macht, wer u.a. aus welchen Gründen Interesse an der Einführung der eGK hat und wessen Interessen vertritt. Dass die betreffenden, (noch?) nicht veröffentlichen Lobbyisten – Briefe ans Bundesgesundheitsministerium nicht transparent gemacht werden, unterstreicht dieses interessengeleitetes Vorgehen um so mehr. Bei der eGK muss man sich ganz einfach fragen: Cui bono?!
    Wenn man die einsehbare Presseinformation des BITKOM vom 12.01.2014 durchliest, fällt dabei auf, dass es ihm nur um die Sicherung wirtschaftlicher Interessen geht („funktionierender privater Markt“), von einer Gefährdung des Datenschutzes und/oder der informellen Selbstbestimmung bzgl. der eGK findet sich allerdings kein Wort!

  3. Den monetären Interessen der IT-Lobby sind die berechtigten Einwände der Menschen egal. Die eGK und das TI-System (Telematische Infrastruktur/ ca. 8 große Rechenzentren/RZ) sind der letzte große Schritt zum vollständig gläsernen Bürger. Wir brauchen eine dringende Änderung, weg von der Schaffung großer zentraler Datensammelstellen (Data-Warehouse Aspekte) zu dezentralen bürgerfreundlichen Systemmodellen in der Cloud. Die eGK und das TI-System sind ein Supergau in einer globalen Situation, die sehr gefährlich für unsere Demokratie und Freiheit ist. Informationelle Systeme, wie die EGK, können nicht isoliert von Lobby-Gruppen bestimmt werden, sondern müssen von den Bürgern und Parlamenten in direkter Demokratie mitgestaltet und bestimmt werden. Die Softwareentwicklung der KBV bildet immerhin ein Gegengewicht zur eGK, hinter der eine der größten geplanten Megazentralen steht, die jemals seit dem 2. Weltkrieg geplant worden sind. Hier geht es in der Zukunft auch um Fragen des Kartellrechtes: Darf eine Institution, wie die Gematik (eGK), die Gesundheitsdaten aller Deutschen, samt aller Primärsysteme, also z.B. von Ärzten, Krankenhäusern und Apotheken verwalten und damit als einziger relevanter Marktteilnehmer die Gewinne abschöpfen und den Arbeitsablauf bestimmen? Ich frage mich wann wir endlich zur Besinnung kommen und in größeren Maßstäben anfangen zu denken. Vielfalt, technische Kreativität, Bürgerbeteiligung, direkte Demokratie, weg von der akademischen Arroganz das einzig Richtige zu machen, dass sind die Anforderungen die wichtig sind, andernfalls wird die elektronisch-digitale Entwicklung für uns noch weitaus unangenehmer werden.

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